Dominanz

 

Aggressionsverhalten, Dominanz und Rivalität sind in der Terrarienhaltung wichtige Faktoren für eine sichere Haltung.
Für viele Anfänger scheint diese Frage sich gar nicht zu stellen: " Sind unsere kleinen Fröschlein gar nicht so lieb und nett, wie sie anzusehen sind?" Dass das Aussehen blendet, beweist ihr ausgeprägtes Territorialverhalten ihren Artgenossen gegenüber.
Diese Seite dient dazu Ihnen aufzuzeigen wie sich Agressionen und Unterdrückung äußern und wie Sie entsprechend auf dieses Verhalten als Halter reagieren können.
Am besten hat sich bis jetzt bei mir immer noch die Paarhaltung erwiesen, da dies bei funktionierenden Paaren (welche auch miteinader harmonieren) den besten Erfolg auf ein gutes Froschleben in Aussicht stellt.
Vermeiden Sie ungünstige Konstellationen, in denen ein Geschlechterüberschuss einseitig vorhanden ist! Dies führt dazu das dominantere Tiere gleichgeschlechtliche Unterdrücken. Solche Prozesse müssen sich nicht sofort einstellen, das kann auch nach Jahren erfolgen, wenn sich nur geringe Faktoren (Wechseln des Terrarienstandortes oder Umstellung von Trocken auf Regenzeit) einstellen.
Als Halter ist es wichtig seine Tiere und ihr Verhalten richtig einzuschätzen, das kann nur durch viel Beobachtung erfolgen. Unterdrückte Tiere neigen stets dazu sich zu verstecken. Wenn sehr dominante agressive Tiere vorhanden sind, können diese die Schwächeren auch vom Fressen abhalten, was zur Abmagerung und dadurch zum Tod führt, falls das Tier nicht von der Gruppe getrennt wird. Für solche Fälle empfiehlt es sich stets ein Ausweichbecken zur Verfügung zu haben. Wenn Sie solche Verhalten bei Ihren Tieren beobachten, sollte man unterdrückte Tiere schnellstmöglich von der Gruppe trennen und nicht erst lange warten.
Bei körperlich unterlegenen Tieren kann es durchaus passieren, dass diese in einer Bromelienachsel, einem Graben oder einer Wasserschale durch Umklammern und Drücken ertränkt werden. Falls sich die Tiere von der Klammerung lösen können, werden diese meist noch im Terrarium verfolgt.
Es gibt auch unscheinbarere Zeichen für dominantes Verhalten, z.b. durch das Wegfressen von Gelegen.
 
Vermeidung von Agressionen/Rivalitätsverhalten/Dominanz:
 

  • adulte Tiere möglichst 1.1 halten (ein Männchen+1 Weibchen)
  • Beckengröße den Tieren anpassen
  • Auf platzraubende Deckoaufbauten (Styroporberge etc.) größtenteils verzichten
  • Ausreichend Versteckmöglichkeiten einbringen
  •   Vermeiden von Vergesellschaftungen

 
Was ist zu tun wenn ich unterdrückte Tiere im Terrarium habe:
 

  • Tiere aus dem Becken separieren und in Ausweichbecken setzen
  •   Haltung nochmals überdenken in Bezug auf Gruppenkonstellation

 
Dominantes Weibchen drückt unterlegenes Weibchen

 
Drückendes Weibchen beansprucht ihr Revier  

D. tinctorius Männchen drückt ein Weibchen

Männlicher tinctorius drückt ein Weibchen


D. tinctorius Pärchen, Männchen verscheucht sein Weibchen nachdem er gerufen hat.
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Für unsere Frösche ist das Terrarium schlussendlich der Lebensraum, in dem die Tiere sich zurechtfinden müssen. Durch die beschränkten räumlichen Möglichkeiten führen diese Verhaltensweisen dazu, dass sich der Stärkere ohne ein Eingreifen durchsetzt.

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