Drosophila

 

Drosophila, dass sind die kleine und große Fruchtfliege.
Sie ist eines der am einfachsten zu vermehrenden Futtertiere in der Froschhaltung. Ein Bestäuben mittels Vitaminpulver ist sehr leicht möglich. Drosophila besitzen eine hohe Vermehrungsrate, was zusätzlich als positiv anzusehen ist.
Einziger Nachteil ist der niedrige Nährwert welcher aber durch gutloading aufgebessert werden kann, dennoch sollten Drosophila nicht im Übermaße verfüttert werden.



Zucht:

Zur Zucht benötigt man Becher mit einer Mindestgröße von 0,5 l, welche mit einer feinen Gaze und Loch im Deckel, einem Zewa oder einen Damenstrumpf verschlossen werden.
Ich benutzte ein feines Vlies und schneide ein Loch in den Deckel, weil dadurch die Milben nicht so ohne weiteres durchkommen.
Milben sind meistens das Hauptproblem bei den Fliegen, oft hört man auch von verschimmelten Ansätzen.
Ursächlich für Schimmel sind zu wenig oder zu alte Fliegen, für Milben mangelnde Hygiene.

Tip: Verfütterungsfähige Ansätze sollten von frischen Ansätzen getrennt aufbewahrt, Boxen und  Stellflächen
jede Woche mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Dies verhindert ein Abwandern von Milben und eine
zu schnelle Vermehrung in den neuen Ansätzen.


In die Becher füllt man ca. 2cm hoch den Fliegenbrei, dafür gibt es die unterschiedlichsten Rezepte im Netz zu finden. Ich nutze einen selbst hergestellten Fliegenbrei aus verschiedenen Komponenten. Auf den Nährbrei geben Wir nun eine Hand voll gewässerte und danach ausgepresste Holzwolle. Sie dient den Fliegen als Lauffläche
und den Maden zur Verpuppung. Das Wässern und Ausdrücken löst ätherische Öle und verhindert, dass sich die Holzwolle mit der Feuchtigkeit des Nährbodens vollsaugt. Jetz können Wir den Ansatz mit ca. 1 EL Fliegen animpfen und den Deckel verschließen. Nach 2 Wochen schlüpft bereits die erste Generation Fliegen, nach 3 Wochen kann man daraus verfüttern.
 
Drosophila Ansätze
 

Instant Drosophila Brei

Mich störte oft der Schimmel und die geringe Vermehrung der Fliegen in den meisten Drosobreien. Also hab ich mich daran gemacht einen besseren zu entwicklen. Als Basis dienten die allseits bekannten Matzinger Flocken, welche ca. 40% des Breies ausmachen. Weiterhin wurden durch verschiedene Komponenten die Vermehrung verbessert, Enzyme hinzugefügt und die Speicherbarkeit von Flüssigkeit optimiert. Die Breie werden dadurch nicht flüssig, wie mit reinen Matzingern, welche die Flüssigkeit nur für ein paar Tage halten können. Herausgekommen ist dabei eine sehr hochwertige Zuchtkomponete für Fliegen. Die Ausbeute aus einem Ansatz ist sehr gut, Milben treten nicht sehr stark auf. Die Ansätze riechen leicht säuerlich durch die geringe Zugabe von Hefe, jedoch nicht penetrant oder störend.

 Ein relativ einfaches Rezept mit sehr hoher Ausbeute aber geringerem Nährwert:

  • 500gr. Haferflocken gemahlen
  • 500gr. Matzinger Hundeflocken Gemüse gemahlen
  • 200 gr. Dextrose/Fruktose/Traubenzucker
  • 1/2 TL Trockenbackhefe


 
Dieses Bild zeigt die Ausbeute aus einem 3 Wochen alten 500ml Ansatz, es dürfte sich in diesem  Becher um ca. 4 gehäufte EL Drosophila hydei handeln.

 Ausbeute aus einem 3-wöchigen Ansatz

 

Dieses Bild zeigt die Ausbeute aus einem 2 Wochen alten 500ml Ansatz, es dürfte sich in diesem  Becher um ca. 4 EL Drosophila melanogaster handeln.

Drosophila melanogaster aus einem 2 Wochen alten Ansatz

Die Ansätze sind voll mit Maden.

Maden im Fliegenansatz

Handelsübliches Tomatenvlies kann als Ausbruchssperre für Fliegenbecher verwendet werden.

 Tomatenvlies als Ausbruchssperre

Biete-Suche