Einrichtungsmaterialien

Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte, die zur Einrichtung eines Froschterrariums oder andere Zwecke verwendet werden.

 

Xaxim

Bei Xaxim handelt es sich um einen Baumfarn. Dieser Farn entwickelt im Laufe der Jahre einen dicken Stamm. Xaxim findet im Regenwaldterrarium breiten Einsatz. Er wird in Platten, als Stämme oder als Streu zum beflocken verkauft. Es gibt 2 verschiedene Arten von Xaxim, das Brasilxaxim, welches legal nicht mehr gehandelt werden darf und einmal das härtere Indonesische, welches aus sogenannten Plantagen stammt. Weicheres Xaxim wird heutzutage auch noch oft als Brasilxaxim verkauft auch wenn dieses nicht aus Brasilien, sondern Neuseeland stammt.

Anwendungen:

Als Rück- und Seitenwände, Epiphytenstämme, Terrassen, zum beflocken von Aufbauten.
 
Vorteile:

  • Lange Haltbarkeit
  • bei richtiger Befeuchtung und Beleuchtung wachsen verschiedene Moose und Farne durch Sporen aus dem Xaxim.
  • Leicht zu reinigen.
  •   100 prozentiges Naturprodukt

 
Nachteile:

  • Vorwiegend aus Raubbau gewonnen. Eine eindeutige Herkunft kann oftmals nicht garantiert werden.
    Baumfarne brauchen oft Jahrzente, bis diese geerntet werden können.

Xaximstamm aus dem bereits Farne und Vorstadien von Farnen wachsen (Prothalium)

Xaximstamm
 
Xaximverkleidetes Terrarium im Rohzustand

Xaximverkleidetes Terrarium

 

Torf

Bei Torf handelt es sich um die verschiedenen Sedimentschichten des Moores, entstanden durch Moose.
Torf war früher ein wichtiger Brennstoff neben Koks und Kohle, heute ist dies aber nicht mehr durch den Einsatz von Öl und Gas der Fall. Torf stellt Raubbau an den Mooren dar, da mehr abgebaut wird als Rohstoff sich bilden kann.
 
Es gibt den Torf in verschiedenen Formen:

  • Loser Torf für den Landschaftsbau und den Garten
  • Sode als Brennstoff (Weißtorfsode und Schwarztorfsode, näheres dazu später)

 
Für den Einsatz in der Terraristik sind alle Fromen geeignet. Loser ungedüngter Torf eignet sich nach Trocknung zum Beschichten von Wänden und Aufbauten oder als Zuchtsubstrat für Futtertiere wie Springschwänze und Asseln. Weißtorfsoden eignen sich in Platten geschnitten als Bodengrund und Wandmaterial oder zum Bau von Etagen, indem man mehrere Platten schichtet. Die kleineren Schwarztorfsoden (auch bekannt als Brenntorf) eignen sich für Strukturen wie kleine Hügel.

Unterschied Weißtorf/Schwarztorf:
 
Weißtorf:

Beschreibt die erste Schicht direkt unter der Moosschicht. Sie ist heller in der Farbe und hat einen höheren Faseranteil.
 
Schwarztorf:

Beschreibt die Schicht unterhalb der Weißtorfschicht. Die Farbe ist wie der Name schon vermuten lässt dunkler und hat eine
lose Struktur. Im Handel ist er als Gartentorf oder gepresset als Brenntorfsode erhältlich.

Anwendungen:

Als Rück- und Seitenwände,Terrassen, zum Beschichten von Aufbauten und Wasserfällen.
 
Vorteile:

  • Naturprodukt
  • Bei richtiger Befeuchtung und Beleuchtung wachsen verschiedene Moose und Farne aus Torf.
  • Günstiger Preis
  • Weißtorf speichert gut Wasser und gibt die aufgenommene Feuchtigkeit gleichmäßig wieder an die Umgebung ab.
  • Brenntorf hält im Terrarium viele Jahre ohne zu verrotten.

 
Nachteile:

  • Langsam nachwachsender Rohstoff
  • Torf neigt als Bodenschicht bei zu starken Wassereinträgen zum Versumpfen

Bemooste Weißtorfplatte

Bemooster Weißtorf
 
Mit Weißtorfplatten gestaltetes Terrarium

Einrichtung mit Weißtorf
 

 

Kokos

Die Produkte der Kokospalme sind ein vielseitiges Material und finden rege Anwendung in der Froschhaltung. Ob als halbierte Nuss oder als Humus, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Humus und Chips sind als gepresste Quellziegel im Handel erhältlich.
 
Was findet Verwendung:
 

  • Kokosnuss-Schale als Versteck oder Laichhöhle
  • Kokoschips als Bodengrund in Quarantäne- und Aufzuchtterrarien oder als Futtertierzuchtsubstrat
  • Kokoshumus als Bodengrund in Aufzuchtterrarien oder als Futtertierzuchtsubstrat, sowie zur Beflockung von Terrarien im getrocknetem Zustand.

 

Männlicher D. auratus auf seiner Kokosnusshälfte (Laichhöhle)

D. auratus auf einer halbierten Kokosnuss
 
Asselansatz mit 50% Torf und 50% Kokoschips

Asselansatz mit einer Mischung aus Torf und Kokoschips
 

  Kokoshumus als Substrat für Springschwänze

Zuchtsubstrat ist hier Kokoshumus
 

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