Passive Ofenfischezucht


Was mich schon immer an den Ofenfischen störte, war dass man zusätzlich eine Heizung braucht um sie erfolgreich zu vermehren. Da ich Ofenfische aber auch schon über EVG-Abwärme gezüchtet habe und weis, dass die Vermehrung aber nur geringfügig weniger ist, wollte ich wieder Abwärme verwenden um die Energie gut zu nützen und Strom zu sparen, welchen ich eh (im wahrsten Sinne) nur verheizte. Ich probierte also mit diversen Aluplatten Wärme von einem HCI-Strahler ab zu leiten, was aber nicht funktionierte.


 
Ofenfische-Boxen auf dem Regal  


Die Zuchtboxen auf EVGs zu stellen, war durch die Lichtkästen der Anlage auch nicht mehr möglich. Ich grübelte und plötzlich erinnerte ich mich an den Hitzestau in meinem Läuseschrank (8W Bleuchtung) als ich die Plexiglastür einbaute. Der Schrank besteht nur aus Alu-Profilen mit 6mm Doppelstegplatte, das wollte ich nun auf meine Ofenfischezucht übertragen. Eine gleiche Bauweise wollte ich jedoch nicht, da diese wieder mit über 150€  zu Buche schlagen würde. Es ging aber auch kostengünstiger! Ich verwendete einfach ein Frühbeet für den Garten.
Die Maße waren von Länge und Breite passend, jedoch die Höhe musste angepasst werden, als Bastler ist das ja kein Problem. Ich schaute mir das System an und konnte die Höhe recht schnell verändern, da die Aluprofile nur aufgesteckt waren. Diese habe ich dann zurechtgesägt und die Doppelstegplatten mit einer Schere zurechtgeschnitten.


 
Einzelteile des Frühbeetes   Angepasste Teile zusammen gesteckt  Deckel montiert
 
 
Für die Wärmeerzeugung dient die Beleuchtung meines Schaubeckens, welche aus einem 39W HCI besteht. In den Reflektor habe ich noch Löcher eingebracht, damit nicht die ganze Wärme sich nach unten auf die Deckscheibe reflektiert. Als zusätzliche Isolierung liegt auf den Boden eine Styrodurplatte. Durch die Gaze des Terrariums gelangt auch genügend Feuchte, was eine zusätzliche Wasserversorgung überflüssig macht.
So kann man perfekt die anfallende Abwärme für die Ofenfische verwenden ohne zusätzlich noch Heizkabel zu betreiben. In den Kasten passen 3x 20L Boxen. Es werden auch keine weiteren Deckel benötigt (offene Zucht). Im Zuchtkasten werden Temperaturen von 42°C erreicht. Ein optimal arbeitendes System mit geringen finanziellen Aufwand (30€) und einer Stromeinsparung von 54Watt an Heizkabeln.


 
Wärmeabfuhr durch Löcher im Reflektor  
 
Zur Entnahme wird der Deckel hochgeklappt und wie gewohnt der Eierkarton in einen Becher abgeklopft.
 
Innenansicht  


Auch vom optischen Aspekt sieht es etwas ordentlicher aus, da man nicht mehr direkt auf die Boxen blickt.


 
Ansicht auf dem Terrarium 

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