Quappenaufzucht

Grundsätzlich muss man bei den Arten die Aufzuchtmethoden unterscheiden. Es gibt Quappen die kannibalisch veranlagt sind, andere sind Nahrungsspezialisten.
 

  • Bei Arten aus dem tinctorius-Komplex ist eine Einzelaufzucht in Bechern ratsam, da diese zu Kannibalismus neigen.
  • Bei Arten wie Epipedobates tricolor kann ein kleines Aquarium mit Javamoos seinen Dienst verrichten, da sie nicht kannibalisch sind.
  • Oophaga-Arten benötigen unbefruchtete Nähreier der Elterntiere, Versuche mit Fremdeiern haben meist nur eine längere Aufzuchtzeit und hohe Ausfallraten zur Folge. Sinnvoller ist es die Eltern die Arbeit machen zu lassen und sie in Form von vitamin- und nährtsoffreicher Nahrung dabei zu unterstützen.
  • Bei vielen Ranitomeya-Arten kann man die Quappen entweder im Terrarium belassen, wo sie die Eltern teilweise versorgen oder per Hand aufziehen mit herkömmlichen Quappenfutter.

 
Folgendes gilt bei der Quappenaufzucht zu beachten:


Nicht jede Quappe ist aufziehungswürdig. Um möglichst gute Nachzuchten zu erzielen sollte man keine Schlupfhilfe leisten. Quappen die Deformierungen aufweisen müssen ausselektiert werden (Ballonquappen, Fehlwüchse). Es sollte nicht zu viel gefüttert werden um das Wasser nicht unnötig zu belasten.Bei kleinen Behältnissen unter 500ml muss alle 3-4 Tage ein Wasserwechsel erfolgen, dafür eignet sich reines Osmose- und schadstoffarmes Regenwasser am besten. Osmosewasser hat keinerlei Auswirkungen auf die Zellen der Quappen, sobald es im Becher ist erhöht sich der Leitwert durch Beläge, Futter,  Blätter, Algen und Moos sofort.

Beim Auswählen von Quappenbehältern ist auf die Art des Kunststoffes zu achten. Er sollte keine Weichmacher abgeben.
Klare Kunststoffe aus PP, Acryl und PE haben sich hier bewährt. Es gibt oft Probleme bei der Entwicklung von Quappen, wenn man weiße Lebensmittelbecher verwendet.

Sobald die Vorderbeine bei den Quappen durchgebrochen sind, beginnt die Zeit in der die Quappe aufhört zu fressen. Der Mund bildet sich zum Froschmaul um. Während dessen resorbiert die Quappe ihren Schwanz um an Energie für die Metamorphose zu kommen. Dies ist auch die Zeit, in der die Quappen in Landgängerboxen oder -Becken gesetzt werden können.

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